Strand

Simos Beach

Elafonisos Island, Laconia, Greece

Bewertung
★★★ ★★

Ort

Elafonisos Island, Laconia, Greece

Kurzfazit

"Simos Beach in Elafonisos Island, Laconia, Greece: Greece's Caribbean secret — a stunning double beach on the tiny island of Elafonisos where two sweeping arcs of fine white sand and turquoise water meet in the middle, creating one of the most visually spectacular and colour-saturated coastal landscapes in the entire Mediterranean."

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Einleitung

Es gibt Momente, in denen das Mittelmeer sich selbst übertrifft. Der Simos Beach auf der kleinen Insel Elafonisos im südlichen Peloponnes ist einer dieser Momente. Wer zum ersten Mal durch den halb versteckten Sanddünenweg auf den Strand tritt und das Panorama vor sich sieht — zwei geschwungene Sandbögen, die sich in einem schmalen weißen Streifen vereinen, flankiert von Wasser in einem so intensiven Türkis, dass es unwirklich wirkt — fragt sich unweigerlich, ob er nicht irgendwie in der Karibik gelandet ist. Kein Filter, keine Retusche: Simos ist einfach so, und das seit der Antike.

Geografie & Landschaft

Elafonisos ist eine kleine Insel am südlichsten Zipfel des Peloponnes, nur durch einen schmalen Meereskanal vom Festland getrennt. Der Simos Beach besteht aus zwei Strandabschnitten: Megali Simos (der große Simos) und Mikri Simos (der kleine Simos). Beide Abschnitte sind durch eine schmale Sandlandzunge verbunden, die in der Hochsaison der begehrteste Platz der Insel ist. Das Wasser ist in beiden Buchten außergewöhnlich flach — an vielen Stellen nicht tiefer als hüfthoch — und von einer Klarheit, die jeden Sandkorn auf dem Grund erkennen lässt.

Das Alleinstellungsmerkmal von Simos, das ihn von anderen weißen Sandstränden Griechenlands unterscheidet, ist der Hintergrund: ein Hain aus jahrhundertealten Juniperus phoenicea, der Phönizischen Wacholder. Diese uralten, krüppelig gewachsenen Zedern wachsen bis nahe an den Strand heran, schenken natürlichen Schatten und verströmen einen harzigen, mediterranen Duft — ein einzigartiges Zusammenspiel von Baum, Sand und Meer.

Flora, Fauna & Meeresleben

Die Phönizischen Wacholdern (Juniperus phoenicea) sind das botanische Herzstück von Simos. Manche dieser Bäume sind mehrere Jahrhunderte alt und stehen als Naturdenkmäler unter Schutz. Ihr aromatisches Harz duftet besonders intensiv in der Mittagssonne. Unter ihren Ästen finden sich schattige, natürliche Ruheplätze.

Das Wasser rund um Elafonisos bietet gute Schnorchelgelegenheiten, besonders an den Felsenvorsprüngen an beiden Enden des Strandes. Oktopusse, Seeigel, kleine Tintenfische und bunte Rifffische bevölkern die Felsuntergründe. In der ruhigeren Schulterzeit zwischen Mai und Juni sowie September und Oktober sind auch Delfinbeobachtungen vom Strand aus möglich. Das Wasser des Ionischen Meeres ist in dieser Region besonders klar und nährstoffarm — eine hervorragende Sichtweite fürs Schnorcheln.

Aktivitäten

Schwimmen und Sonnenbaden

Der flache, warme Eingang ins Wasser macht Simos ideal für Familien mit kleinen Kindern. Das Wasser ist so ruhig, dass auch Nichtschwimmer entspannt waten können. Die Temperatur des Meeres erreicht im Juli und August bis zu 26 Grad Celsius.

Schnorcheln

An den Felsenden beider Strandabschnitte bieten sich schöne Schnorchelmöglichkeiten. Die Felsbrocken, die ins Meer ragen, beherbergen ein reiches Unterwasserleben. Eine einfache Schnorchelausrüstung gehört unbedingt in jeden Koffer für Simos.

Camping und Naturerlebnis

Simos ist einer der wenigen attraktiven griechischen Strandorte, an denen einfaches Zelten in der Nähe des Strandes möglich ist — wenn auch mit begrenzten Einrichtungen. Das Schlafen unter dem Sternenhimmel mit dem Rauschen des Meeres und dem Duft der Wacholdern ist ein unvergessliches Erlebnis, das den Geist von Elafonisos perfekt einfängt.

Erkundung der Insel

Elafonisos ist eine kleine Insel, die in wenigen Stunden komplett erkundet werden kann. Das Dorf Elafonisos bietet tavernas mit frischem Fisch, kleine Märkte und den Charme eines echten griechischen Fischerortes. Eine Bootstour rund um die Insel offenbart weitere einsame Buchten.

Anreise

Elafonisos ist nur per Fähre erreichbar — der Überfahrtsort auf dem Festland ist Pounta, ein kleines Dorf in Lakonien. Die Fähre verkehrt das ganze Jahr über und braucht für die kurze Meerenge nur wenige Minuten. Pounta ist per Auto über die Nationalstraße von Sparta (ca. 80 km) oder Kalamata (ca. 100 km) erreichbar. Der nächste Flughafen ist Kalamata (KLX), etwa 90 Kilometer entfernt; er empfängt in der Sommersaison Charterflüge aus Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Vom Flughafen Athen (ATH) aus sind es mit dem Auto etwa 3,5 Stunden.

Beste Reisezeit

Elafonisos ist von Juni bis September bereist. Juni gilt als der optimale Monat: Das Meer hat sich bereits auf angenehme 22 bis 23 Grad erwärmt, das Wetter ist heiß und sonnig (24 bis 26 Grad Lufttemperatur), und der Strand ist noch nicht überlaufen. Juli und August sind die beliebtesten Monate — der Strand kann dann sehr voll werden, besonders an Wochenenden, wenn Griechen vom Festland herüberkommen. Anfang September ist ebenfalls hervorragend: Die Temperaturen sind angenehm, das Meer warm, und der Touristenstrom lässt deutlich nach.

Einrichtungen

Außerhalb der Hauptsaison (Juli–August) sind die Einrichtungen am Strand auf das Nötigste reduziert. In der Hochsaison gibt es mobile Kioske mit Getränken, Snacks und einfachem Sonnenschutz. Liegen und Sonnenschirme können gemietet werden, sind aber nicht auf dem gesamten Strand verfügbar. Toilettenanlagen sind vorhanden, aber einfach gehalten. Für eine größere Auswahl an Restaurants und Geschäften muss man ins Dorf fahren.

Unterkunft

Im Dorf Elafonisos gibt es eine bescheidene Auswahl an Studios, Appartements und kleinen Hotels. Die Kapazität ist begrenzt — in der Hochsaison sollte weit im Voraus gebucht werden. Einige Besucher übernachten auf dem Festland in Pounta oder Neapolis und kommen täglich mit der Fähre herüber. Wer auf der Insel übernachtet, genießt den Strand in der Morgenstille, bevor die Tagesgäste eintreffen.

Tipps

  • Frühzeitig ankommen — in der Hochsaison ist der Strand vor 9 Uhr morgens noch beinahe leer und gehört einem fast allein.
  • Eine Picknick-Ausrüstung mitbringen: Es gibt keine Restaurants direkt am Strand; eine kühle Box mit Lebensmitteln und Wasser ermöglicht einen entspannten Strandtag ohne Kompromisse.
  • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist Pflicht — der Sand reflektiert intensiv, und die Sonne im südlichen Peloponnes ist stark.
  • Wacholderduft genießen — und darauf achten, die Bäume nicht zu beschädigen: Sie stehen unter Naturschutz.
  • Eine Schnorchelmaske mitnehmen: Die Felsbereiche am Randbereich des Strandes sind für Selbstentdecker perfekt.

Fazit

Simos Beach auf Elafonisos ist Griechenlands bestgehütetes Geheimnis — ein Strand, der die karibische Farbpalette mit mediterranem Duft, uralten Wacholderbäumen und griechischer Einfachheit verbindet. Er braucht keine Marketingsprüche und keine gesättigten Reisefotos: Wer einmal dort steht, in dem feinen weißen Sand, umgeben von türkisem Wasser und dem leisen Rauschen der Wacholderwipfel, versteht es sofort. Ein Ort, der die Zeit anhält.