Strand

Sakarun Beach

Dugi Otok Island, Zadar County, Croatia

Bewertung
★★★★

Ort

Dugi Otok Island, Zadar County, Croatia

Kurzfazit

"Sakarun Beach in Dugi Otok Island, Zadar County, Croatia: Croatia's most beautiful sandy beach — a remarkable 800-metre crescent of white sand on the remote island of Dugi Otok, where shallow turquoise water in a protected bay creates Caribbean-like conditions in the northern Adriatic."

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Einleitung

Kroatien ist berühmt für seine Küste – aber auch ehrlich in dem, was diese Küste meistens bietet: weiße Kalksteinfelsen, kristallklares Wasser und malerische Inseln, aber fast nirgendwo echter Sandstrand. Der dalmatinische Karst ist Kiesel und Fels, nicht Sand. Umso erstaunlicher wirkt Sakarun auf der Insel Dugi Otok: ein 800 Meter langer, echter Sandstrand von kreideweißer Helligkeit, eingebettet in eine vollkommen geschützte Bucht, deren türkisfarbenes Wasser so ruhig und klar ist, dass man von Ferienfotografen gelegentlich nach Kroatien gefragt wird, ob das Foto aus der Karibik stammen könnte. Karibikvergleich am Rand der EU – an einem Strand, der fast das ganze Jahr über von Kiefern- und Olivenwäldern umgeben ist, von der übrigen Welt durch eine Fährfahrt getrennt und von den meisten Kroatien-Besuchern noch immer übersehen.

Geografie & Landschaft

Dugi Otok (auf Deutsch: „Lange Insel”) ist die längste der Zadar-Inseln und eine der am dünnsten besiedelten der dalmatinischen Küste. Sakarun liegt im Nordosten der Insel, in einer Bucht, die nach Nordosten öffnet und dabei von den umliegenden Hügeln perfekt gegen die Bora (Nordostwind) und die Jugo (Südostwind) geschützt wird. Das Ergebnis ist ein Wasser von nahezu stehender Ruhe – kaum Wellen, kaum Strömung, minimale Wassertiefe über weite Strecken. Der Sand ist weiß bis hellbeige, feinkörnig (für dalmatinische Verhältnisse außerordentlich), und der Boden des Meeres ist auch auf mehrere Meter Tiefe noch hell und sichtbar. Hinter dem Strand wächst ein typischer dalmatinischer Maquis: Aleppo-Kiefern, Olivenbäume, Mastix und wilde Feigen. Keine Betonbauten, keine künstlichen Strukturen in Sichtweite.

Flora, Fauna & Meeresleben

Der Maquis rund um Sakarun ist von außergewöhnlicher botanischer Vielfalt: Zistrosen, Rosmarin, Lavendel, Wacholder und Erdbeerbäume (Arbutus unedo) bilden ein duftendes Unterholz unter den Pinien und Olivenhainen. Im Frühjahr blühen Orchideen an den Klippenrändern. Das Wasser der Bucht beherbergt Seeigel (an den Felskanten), Tintenfische, Muränen, Goldbrassen und Wolfsbarsche – die lokale Fischfauna ist von hoher Qualität und Dichte. Posidonia-Seegraswiesen (EU-Habitat-Schutz) wachsen in den tieferen Bereichen außerhalb der Bucht. Über dem Strand kreisen Mäusebussarde und Turmfalken; der Fischadler ist in der Region keine Seltenheit. Dalmatinische Tümmler (Bottlenose-Delfine) schwimmen regelmäßig durch die Kanäle zwischen den Inseln.

Aktivitäten

Schwimmen und Entspannen

Das ruhige, flache Wasser ist die Hauptattraktion. Kinder können in hüfttiefem Wasser weit hinauswaten; Erwachsene schwimmen in kristallklarer Stille. Kein Wellenlärm, kein Motorbootgetöse (Motorboote dürfen die Bucht nicht befahren), nur das Licht und das Wasser.

Schnorcheln und Tauchen

Außerhalb der geschützten Flachzone gibt es an den Felsformationen beiderseits der Bucht hervorragende Schnorchelspots. Taucher erkunden die Posidonia-Wiesen und die Felswände weiter draußen. Tauchbasen in Sali (südlicher Inselort) und Brbinj (Fährhafen) bieten Ausrüstung und Führungen.

Fahrradtour um Dugi Otok

Die Insel lässt sich per Fahrrad erkunden – die Straßen sind ruhig und der Verkehr minimal außerhalb der Hochsaison. Von Brbinj nach Sakarun sind es ca. 8 Kilometer auf einer angenehmen Landstraße durch Kiefer- und Olivenwälder.

Ausflug zum Telašćica-Naturpark

Am Südende von Dugi Otok liegt der spektakuläre Telašćica-Naturpark – eine Bucht von außergewöhnlicher Schönheit mit Steilklippen, dem Salzteich Mir und einer natürlichen Drachenschlucht. Ein Tagesausflug per Boot oder Fahrrad vom Nordteil der Insel ist sehr empfehlenswert.

Kornati-Nationalpark

Die Kornaten – ein Archipel von rund 89 Inseln südwestlich von Dugi Otok – sind per Tagesboottour erreichbar. Der Nationalpark ist das mediterrane Inselarchipel-Erlebnis schlechthin.

Anreise

Flughafen Zadar (ZAD) bietet Direktflüge aus Deutschland (Ryanair, Eurowings), dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern. Von Zadar nach Dugi Otok: Ro-Pax-Fähren (Auto- und Passagierfähren) der Jadrolinija-Linie verbinden Zadar mit Brbinj (Nordteil der Insel) mehrmals täglich. Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden. Von Brbinj nach Sakarun: Ca. 8 km auf der Inselstraße – Fahrrad, Mietwagen (auf der Insel zu mieten) oder Taxi (begrenzt verfügbar).

Beste Reisezeit

Juni und September sind die idealen Monate: Wasser warm genug (22–24°C), weniger Besucher als im Hochsommer, die Vegetation des Maquis in schönstem Zustand. Juli und August sind Hochsaison – wärmstes Wasser, lebhafteste Atmosphäre, aber auch die meisten Besucher und volle Fähren. Selbst in der Hochsaison bleibt Sakarun ruhiger als die bekanntesten kroatischen Strände. Oktober bis Mai ist die Insel fast menschenleer – für Naturwanderer und Segler ideal, für Badeausflüge zu kühl.

Einrichtungen

Sakarun hat absichtlich minimale Infrastruktur – kein Strandklub, keine Restaurantzeile, keine Liegestühle. Ein kleiner Kiosk öffnet in der Hochsaison und verkauft Getränke, Eis und einfache Snacks. Eine biologische Toilettenanlage wurde in den letzten Jahren eingerichtet. Keine Duschstation. Alles Nötige in Brbinj oder Sali kaufen. Die Abwesenheit kommerzieller Infrastruktur ist keine Schwäche – sie ist der Grund, warum der Strand so aussieht, wie er aussieht.

Unterkunft

Dugi Otok bietet Unterkunft in seinen Ortschaften. Sali (Hauptort, Südteil) hat die meisten Hotels, Guesthouses und Apartments. Brbinj (Fährhafen) hat ein paar Pensionen und Apartments in Strandnähe. Übernachtung auf Dugi Otok ist die schönste Option für einen frühen Morgendstart nach Sakarun. In Zadar gibt es das vollständige Hotelspektrum für jene, die die Fähre tagesweise nehmen.

Tipps

  • Eigene Verpflegung mitbringen: Wasser, Sandwiches, Obst – der Weg zum nächsten Supermarkt ist weit, und der Kiosk ist teuer und nicht täglich geöffnet.
  • Früh aufbrechen: Die Fähren von Zadar haben frühe Abfahrtszeiten; wer morgens ankommen will, muss entsprechend früh am Kai sein.
  • Tagesgäste-Hochpunkt: Gegen 11 Uhr kommen die Boote aus Zadar und Murter; morgens vor 10 Uhr ist der Strand am ruhigsten.
  • Flip-Flops für Seeigel: An den Felskanten am Rand der Bucht gibt es Seeigel – im Wasser mit Schutzschuhen oder sehr vorsichtig bewegen.
  • Plastikverpackungen entsorgen: Dugi Otok ist eine der saubersten Inseln Dalmatiens – diese Sauberkeit ist kollektive Leistung der Gemeinde und der Besucher.

Fazit

Sakarun ist der Beweis, dass Kroatien nicht nur Klippen und Kiesel zu bieten hat. Dieser außergewöhnliche Sandstrand in seiner geschützten dalmatinischen Bucht – ruhig, weiß, von Pinienwäldern umgeben und ohne jede kommerzielle Überformung – ist das stilstille Gegengewicht zu den überlaufenen Stränden der dalmatinischen Touristenhochburg. Wer die Ruhe der nordadriatischen Inseln einmal erlebt hat, versteht, warum Kroatien-Kenner Sakarun auf Anhieb für das Schönste halten, was das adriatische Inselmeer zu bieten hat.